Embryology

Funktion kreiert Form. Wenn dieses der Fall ist, wie muss man diese embryologische Entwicklung dann verstehen? Im Allgemeinen beschränkt sich die embryologische Literatur meistens auf die Beschreibung der frühesten Form der menschlichen Gestalt. Eine deutliche und brauchbare Erklärung in Bezug auf das Entstehen fehlt aber generell.

Funktion kreiert Form.

Filosofie achter deze cursus

Funktion kreiert Form. Wenn dieses der Fall ist, wie muss man diese embryologische Entwicklung dann verstehen? Im Allgemeinen beschränkt sich die embryologische Literatur meistens auf die Beschreibung der frühesten Form der menschlichen Gestalt. Eine deutliche und brauchbare Erklärung in Bezug auf das Entstehen fehlt aber generell.

Hingegen bietet die Beschreibung mit Hilfe der „Stoffwechselfelder von Prof. Blechschmidt“ eine dynamische Erklärung des gesamten Entwicklungsverlaufes. Eine Erklärung mit deutlich greifbaren Prinzipien und Mechanismen. Diese führen nicht nur zu einem größeren theoretischen Verständnis, sondern können darüber hinaus in der Osteopathie diagnostisch und therapeutisch angewandt werden.

Der Kurs „Anatomie und Ontogenese“ besteht aus vier Seminaren von jeweils 4 Tagen. Die Seminare stimmen mit dem chronologischen Entwicklungsverlauf überein.

A&O1: Basisprinzipien der Stoffwechselfelder
In diesem ersten Seminar werden die Basisprinzipien, sowie die unterschiedlichen Mechanismen näher erklärt. Es handelt sich hier um die sogenannten frühen metabolen Felder. Diese finden wir in den ersten zwei Entwicklungswochen. An Hand einer Reihe von Beispielen wird dabei auf die Analogien hingewiesen, welche zwischen dem osteopathischen Konzept von A. T. Still und dem von Prof. Dr. E. Blechschmidt bestehen. Zugleich wird die praktische Bedeutung deutlich gemacht, sowohl aus diagnostischem, sowie auch aus therapeutischem Standpunkt. Das Seminar “Basisprinzipien” bildet dabei den Ausgangspunkt für die Anwendung hinsichtlich der unterschiedlichen Keimblattderivate. Dieses wird im Konzept der 3 Homunculi ausgearbeitet.

A&O2: Homunculus neurocranii
Hier studieren wir die Entwicklung des Nervensystems im weiteren Sinne des Wortes. Dies kann man mit dem Studium der Osteopathie und dem kranio-vertebro-sakralen System vergleichen. Es ist das erste Organsystem, welches sich deutlich differenziert und wird darum als erstes besprochen. Dies geschieht mit Hilfe der Anwendung der sogenannten frühen metabolen Felder, welche durch sogenannte spätere morphokinetische Entwicklungsfelder ergänzt werden. Begriffe wie Duragürtel werden verdeutlicht und bestehende Strukturen wie z.B. Zygoma bekommen eine neue Bedeutung.

A&O3: Homunculus viscerocranii
Hier ist das Thema das Studium der Osteopathie und des viszeralen Systems. Die Studie beginnt im Bereich vom Neurocranium (Chronologie!), wird aber erweitert mit der Beschreibung der verschiedenen Verdauungsorgane. Hierbei wird ein deutlicher Unterschied zwischen dem Begriff „Metabolismus“ und „Verdauung“ gemacht. Teilweise aus diesem Grund bekommen diese Organe eine zusätzliche neue Bedeutung für das Ganze und es entsteht dabei eine deutlich erkennbare strukturelle Grundlage für die Physiologie.

A&O4: Homunculus internus
Dieses Seminar, Osteopathie vaskulär-urogenital-parietal, bildet den Abschluß. Hier werden aber nicht nur „die noch fehlenden Teile“ in ihrer Entwicklung näher erläutert, sondern während dieses Seminars wird verdeutlicht, dass diese Organe und Organsysteme im Wesen als Folge der vorherigen zwei Homunculi bilden. Dies hat konkrete Konsequenzen für die tägliche Praxis.

Kursinformationen

  • Datum » Klicken Sie hier für alle Daten
  • Länge 4 Tage
  • Akkreditierungspunkte (NRO) 16+80
  • Akkreditierungspunkte (ACPVO) 64+32
  • Akkreditierungspunkte (VOD) 10 Punkte pro Tag
  • Maximale Anzahl der Teilnehmer: 35 Teilnehmer
  • Kurstage: Freitag / Samstag / Sonntag / Montag
  • Unterrichtszeiten des Kurses 09:00 - 18:00 (Letzter Tag 12:40)

Inhalt des KursesInhalt des Kurses

Der Kurs „Anatomie und Ontogenese“ besteht aus vier Seminaren von jeweils 4 Tagen. Die Seminare stimmen mit dem chronologischen Entwicklungsverlauf überein.


  • Seminar 1: Grundlagen zur Gestaltung der Homunculi

Dieses Seminar besteht aus den Grundlagen zur Studie des Menschen in Form dreier Homunculi ( neurocranii - viscerocranii - interni). Die Entstehung der Wissenschaft wird erläutert (Denkmodelle). Das Denkmodel der metabolen und morphokinetischen Entwicklungsfelder wird erklärt (Basisprinzipien und unterschiedliche Formen der Felder). Die Gestaltung des frühen Embrys wird beschrieben (Basis für die Homunculi). Entsprechend wird die theoretische und praktische Bedeutung dieses Denkmodels für die Osteopathie in der praktischen Anwendung erläutert.

Folgende Aspekte werden besprochen:

  • Embryologie: Homologie oder Analogie?
  • Biodynamik und Biokinetik
  • Übersicht: Evolution
  • Vom Molekül zum Gewebe
  • Kleinere Dimensionen
  • Biodynamische Eigenschaften
  • Morphokinetik
  • Von Ovum bis Blastozyste
  • Die Entozystscheibe
  • Morphokinetische Felder
  • Fluida und Ontogenese


  • Seminar 2: Homunculus Neurocranii - Der Cerebralisationsprozess

Der Homunculus neurocranii steht in der Osteopathie für den kranio-sakralen Bereich. Der ursprüngliche Homunculus wird in seiner Grundgestalt in Bezug auf das Nervensystem beschrieben. Dies geschieht aber nicht ohne Rücksichtnahme auf die Gesamtheit. Das System "neurocranii" wird in seiner Entstehung erklärt und die daraus hervorgehenden Relationen werden erläutert. Dies betrifft sowohl die strukturellen und funktionellen Relationen innerhalb des Homunculus neurocranii, sowie die Relationen im Bezug zu den anderen Systemen (viscerocranii - interni). Die Bedeutung für die osteopathische Praxis wird deutlich in den Vordergrund gestellt.

Folgende Aspekte werden besprochen:

  • Der junge Homunculus
  • Definition: Homunculus neurocranii
  • Das Neuralrohr
  • Axon
  • Hirnrinde und Bahnen
  • Die Anzahl der Nerven
  • Innervation und Zielorgane
  • Das Vegetativum
  • Die Somitenentwicklung
  • Die Meningen
  • Die Duragürtel
  • Das knöcherne Kranium
  • Synthese


  • Seminar 3: Homunculus Viscerocranii - Der Descensusprozess

Der Homunculus viscerocranii steht in der Osteopathie für den viszeralen Bereich. Der ursprüngliche Homunculus wird nun in seiner Grundgestalt in Bezug auf das Verdauungssystem beschrieben. Diese Studie beinhaltet sowohl die Organe des Angesichts, als auch die des Rumpfes. Auch den einzelnen Hüllenstrukturen wird eine Bedeutung geschenkt. Das System "viscerocranii" wird erklärt und beschreibt zudem die daraus hervorgehenden Relationen. Es betrifft sowohl die strukturellen und funktionellen Relationen innerhalb des Homunculus viscerocranii, wie auch die Relationen im Bezug zu den anderen Systemen. Die Bedeutung für die Osteopathie in der Praxis, diagnostisch und therapeutisch, wird auch hier deutlich in den Vordergrund gestellt.

Folgende Aspekte werden besprochen:

  • Die obere und untere Darmpforte
  • Das intra-embryonale Zoelom
  • Der Pharyngealbogen
  • Die obere Gesichtshälfte
  • Die untere Gesichtshälfte
  • Organdescensus
  • Herz-Leber-Zwerchfell
  • Die Halsorgane
  • Die thorakalen Organe
  • Die abdominalen Organe
  • Synthese


  • Seminar 4: Homunculus Internus - Die Trajektorien

Der Homunculus internus steht in der Osteopathie für den parietalen und urogenitalen Bereich. Dieser Homunculus beschreibt die Entstehung des Bewegungs- und Reproduktionssystems. Diese Studie geschieht als eine Form der Synthese der vorgehenden Homunculi; der Homunculus als Gesamtheit. Hier spielen die Blutgefäße und andere Kanalisationszonen (Harnleiter, Gonadentuben, ...) eine bedeutungsvolle Rolle. Die Relationen innerhalb des Homunculus internus lassen sich ebenfalls in den beiden anderen erkennen. Der Homunculus internus ist ein System in sich, steuert aber ebenfalls die Gestaltung der Homunculi neuro- und viscerocranii. Der Homunculus internus kann als Synthese für die Osteopathie in der Praxis gesehen werden. Dies wird in der Diagnose und in der Therapie deutlich.

Folgende Aspekte werden besprochen:

  • Fluida und Trajektorien
  • Das Herz
  • Die Blutgefäße
  • Die Lymphgefäße
  • Die Nieren
  • Die Nebennieren
  • Die Genitalorgane
  • Das Becken und die Gonaden
  • Der Beckenboden
  • Die Gliedmaße
  • Synthese